Drachenboot auf der „Hunte“ versenkt

11.06.2019
Die Wachkompanie zeigte sich höchst treffsicher. Zum Abschluss mussten drei Wachesoldaten ihre Uniform gegen Wikingerkostüme tauschen.
Die Wachkompanie zeigte sich höchst treffsicher. Zum Abschluss mussten drei Wachesoldaten ihre Uniform gegen Wikingerkostüme tauschen.
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Wildeshausen – Jedes Jahr zum Gildefest stellt der Gildeclub „Die Kanoniere“ die Wachkompanie auf die Probe. Spannten sie die Wachesoldaten im vergangenen Jahr noch buchstäblich auf die Folter, sollten sie diesmal eine historische Chance erhalten: Wildeshausen erstmals erfolgreich gegen die Schweden – oder in diesem Falle ihre barbarische, plündernde Urform, die Wikinger – zu verteidigen. Kurt Nijboer erläuterte der zunächst bange dreinblickenden Wachkompanie den Ernst der Lage – und die historische Chance, das zu schaffen, was den Vorfahren stets versagt blieb.

Die Aufgabe war kühn, doch sie duldete keinen Aufschub: Mit einer Armbrust galt es, ein Wikingerschiff auf der „Hunte“ zu versenken. „Die Kanoniere“ hatten das nordische Kriegsschiff in liebevoller, detailgetreuer Arbeit an zwei Wochenenden hergestellt.

Dass die Armbrust bereits nach dem ersten erfolgreichen Schuss auf das Drachenboot nicht mehr funktionstüchtig war, lag offenbar an dem Tatdrang und Heldenmut der Wachkompanie. Kurzerhand warfen sie die nächsten Bolzen auf das Ziel – natürlich nicht minder treffsicher. Verständlicherweise groß war denn auch der Siegesjubel: Wildeshausen ist vor den Schweden gerettet. 


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Auf so einen Sieg musste natürlich sofort angestoßen werden. Gute Gastgeber, wie die „Die Kanoniere“es nun einmal sind, teilten sie ihr selbst gebrautes Gildefest-Spezialbier (wir berichteten) mit den wackeren Verteidigern. Es mundete ganz offensichtlich vorzüglich.