Gildefest – und die Zeit bleibt stehen

09.06.2019
Zu Gast waren unter anderem CDU-Landtagsabgeordneter Karl-Heinz Bley, CDU-Bundestagabgeordnete Astrid Grotelüschen und Landrat Carsten Harings.
Zu Gast waren unter anderem CDU-Landtagsabgeordneter Karl-Heinz Bley, CDU-Bundestagabgeordnete Astrid Grotelüschen und Landrat Carsten Harings.
 © bor

Wildeshausen – Wildeshausen feiert seit Sonntag sein 616. Gildefest, gut gelaunt und bei bestem Wetter. Wenn es aber nach dem General der Gilde, Bürgermeister Jens Kuraschinski, geht, dann sollte es schon zum Pfingstfest 2020 eine besondere Zeitrechnung für die Wittekindstadt geben. „Wir halten die Uhr einfach zum Gildefest komplett an oder lassen sie, wie bei der Gildeuhr, einfach rückwärts laufen“, regte der General im Rahmen des festlichen Empfanges im Rathaus nicht ganz ernst gemeint an. „So können wir viel länger und ausgiebiger feiern. Ich meine, dass sich unsere hier heute anwesenden Abgeordneten in Hannover, Berlin oder Brüssel für die Gilde stark machen sollten, um eine Ausnahmeregelung zu erwirken.“

Vor den geladenen Gästen hatte der General weitere Ideen, die für Schmunzeln sorgten. „Analog zu den Energiekrisen, in denen früher über den Sinn der Zeitumstellung diskutiert wurde, könnten wir doch während des Gildefestes deutliche Energiereserven für die Offiziere sowie das Regiment gewinnen, wenn wir in der Nacht zu Pfingstmittwoch die Uhr eine Stunde vorstellen würden. Wir könnten König und Schaffer eine Stunde eher nach Hause geleiten und der Dienstplan würde eine Stunde eher enden, sodass für andere Veranstaltungen im Festgeschehen mehr Reserven zur Verfügung stünden“, schlug er vor und erntete damit Gelächter der Anwesenden.

Vorausschauend war Kuraschinski auch, was das Gildefest im kommenden Jahr betrifft. 2020 feiert Wildeshausen bekanntlich das 750. Stadtrechtsjubiläum. „Dann werden wir mit der Gilde zusammen als Höhepunkt am Sonnabend vor Pfingsten, wie bereits in den Jahren 1970, 1978 und 2003, einen Gastkönig ausschießen. Zusätzlich feiern wir im kommenden Jahr unsere 25-jährige Partnerschaft mit der Stadt Hertford in England und unsere 40-jährige Partnerschaft mit der Stadt Evron in Frankreich“, kündigte Kuraschinski an und verwies auf viele weitere Aktivitäten im Jahr 2020. 

So gibt es einen ökumenischen Kirchentag mit einem großen Chorprojekt, den Niedersachsentag des Heimatbundes sowie im Herbst ein historisches Stadtfest mit einem Festumzug in der Innenstadt. „Ich würde mich freuen, wenn wir uns allesamt zu diesen Ereignissen in Wildeshausen wiedersehen würden.“

Zahlreiche Gäste waren in den Rathaussaal gekommen.
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Doch trotz dieser Vorausschau ging es nach dem Festempfang erst einmal zur Burgwiese zur Musikshow, dem Aufmarsch von Musikgruppen und Offizieren sowie dem großen Zapfenstreich mit anschließendem Höhenfeuerwerk, das den Abschluss des ersten gelungenen Gildefesttages bilden sollte.