Spielmannszug fordert Ablösesumme vom Offizierskorps

12.06.2019
Adjutant Andreas Tangemann (links) und Oberst Willi Meyer (rechts) mussten sich mal wieder mit Thomas Schwoll und Peter Petersen (von links) auseinandersetzen.
Adjutant Andreas Tangemann (links) und Oberst Willi Meyer (rechts) mussten sich mal wieder mit Thomas Schwoll und Peter Petersen (von links) auseinandersetzen.
 © Bornholt

Wildeshausen – Beim Rockappell am Mittwoch auf der Herrlichkeit hagelte es einige Beschwerden an die Adresse von Oberst Willi Meyer und Adjutant Andreas Tangemann. Zwar schmückte sich der Spielmannszug mit dem Schild „Königlicher Spielmannszug“, weil Jan Hoffrogge am Dienstagabend den letzten Vogel von der Stange geholt hatte, doch Tambourmajor Jens Hoffmann zog den Oberst mit den Worten „wir müssen reden“ zur Seite. „Wir stellen mittlerweile den General, wir haben einen Fähnrich gestellt, den Hauptmann der Wache und nun auch noch den König. Dazu kommen der Aushilfsoberst und der Aushilfsadjutant. So langsam müssen wir über eine Ablösesumme reden.“

Der Oberst zeigte sich allerdings wenig einsichtig und drehte den Spieß um: „Wir werden von euch unterwandert“, entgegnete er. „Ihr wollt eure Leute doch nur auf diesem Weg loswerden.“

Das mag für die „Personenstärke 1,5“ im Spielmannszug auch stimmen. Die Rede ist von den Spaßvögeln Peter Petersen und Thomas Schwoll, die den Plan hegten, dass Petersen auf Schwoll reitet. Dazu hätten Oberst und Adjutant jedoch die Schutzausrüstung mit Helm anlegen müssen. Da sie sich weigerten, wurde aus dem Ritt nichts. Doch die Spielleute hatten das geahnt und drückten Meyer sowie Tangemann Bilderrahmen in die Hand, auf denen Schwoll und Petersen mit Schutzausrüstung zu sehen waren. „Für ihren Wohnzimmerschrank“, so Petersen. „Wir haben auch noch Bilder zum Wechseln beigefügt.“

Bei der Parade: General Jens Kuraschinski, Landrat Carsten Harings und Oberst Willi Meyer (von links).
 © Bornholt

Die nächste Klage erreichte den Oberst bei der Wachkompanie. Der neue Schaffer und ehemalige Wachesoldat Philipp Hogeback freute sich zwar, nun vor Feldwebel Detlev Horst marschieren zu dürfen, doch Horst kritisierte den Oberst, dass die Wache geschwächt wird. „Alle ihre Offiziere, die nicht mehr verwendet werden, sollten Sie zu uns zurückbeordern.“

Davon wollte Meyer jedoch nichts hören. Und auch der Wunsch der Wache, wegen der personellen Schwächung nur einen Ummarsch machen zu müssen, wurde barsch abgelehnt. Auf den Stechschritt, so Meyer, könne man wegen des Regens verzichten. Es werde aber natürlich dreimal vorbeimarschiert.